Nr. 02 - 2007

Wer den "TransDemokraten" bis zu seinem (unbitteren) Ende gelesen hat, erinnert sich vermutlich an die Kolumne "Persönliche Anmerkungen" mit Reflexionen, Anmerkungen, meine Beobachtungen hier in den Marken, aus der Distanz zu meiner alten Heimat. Viele haben bedauert, dass sie nicht mehr erschienen. Seit Januar 2005 gibt es sie wieder, ich habe die laufende Zählung fortgesetzt. 
Kommentare, Anregungen, Anfragen direkt zu diesen Notizen bitte an mich unter: ekkes@ekkes.de

 

 
 

Die bisher erschienenen Notizen 20 bis 38 sind nachzulesen im

NOTIZEN-ARCHIV

 

Und, wie immer, der Tipp: mal wieder reinschauen bei Adagio

Notiz 39:

 

Geschafft

 

Endlich – und auch für uns ein bisschen überraschend, weil erfreulich nahe am Zeitplan – ist es geschafft: das dritte (das blaue Appartement) wartet wie bisher schon das rote und das gelbe auf Gäste im Adagio. Grund genug für eine neue AdagioNotiz, und wieder eine (Zwischen-)Bilanz.

Eine Erkenntnis: das Adagio ist wie der Kölner Dom – der wird auch bekanntlich nie ganz fertig (womit die Gemeinsamkeiten allerdings schon aufhören). Erstaunlich: bei all dem Stress, den dieser Ausbau mit sich brachte, trotz aller Vor-Erfahrungen, die zwar so manche, aber eben doch nicht alle Probleme, Schwierigkeiten, Unmöglichkeiten, Widerstände, Fehler, Verzweiflungen und Auseinandersetzungen erwarten ließen und auch zu lösen halfen, war auch wieder viel Spaß dabei, Zufriedenheit mit erreichten Fortschritten, Stolz auf gefundene Auswege, Begeisterung über Aufmunterungen und immer wieder neue Kreativitätsschübe. Das sprichwörtliche Lichtlein kam irgendwo her bei dem immer wieder unvermeidlich auftauchenden Gedanken, es gehe nicht (mehr). Bestätigung auch: die Entscheidung war richtig, den Lebensabend (vielleicht auch: den –spätnachmittag) hier zu verbringen. Angesichts der Informationen aus Süddeutscher Zeitung und Internet über das, was sich so abspielt in der Bush-Welt mit ihren Dschungelgesetzen und auch in diesem merk(el)würdigen Deutschland erscheint das Fleckchen Erde hier in den Marken als Relativ-Paradies. Notabene: dies ist eine subjektive Feststellung. Ich treffe sie für mich allein. Durch bittere Erfahrungen geheilt von meinen verschiedenen einstigen Missionarreteien denke und fühle ich heute transliberal: noch nicht einmal die Einsicht, dass am besten jeder nach seiner Fasson selig werden möge, versuche ich anderen aufzunötigen.

Geschafft allerdings ist nicht nur die Gestaltung des blauen Appartements, sondern bin auch ich. Runterschalten, Zu-mir-kommen, mich erholen, (wieder) nach der Devise leben „sempre con calma“, die Schönheit von Haus, Landschaft und Land, das gemeinsame Essen und Trinken mit Freundinnen und Freunden hier genießen, Gespräche, Diskussionen, Albereien – all das steht nun wieder ganz oben auf der Agenda für die nächste Zeit. Und das Adagio ist genau der richtige Ort dafür.

10. Mai 2007

 

(Zu besichtigen ist das blaue Appartement unter www.casa-adagio.de – auf „Die Appartements“ klicken)